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Kariesbehandlung: So wird der Zahn gerettet!

7. Januar 2025

Pieper_Zahnarzt_Ochtrup_Blog_Kariesbehandlung

Karies – fast jeder hat schon einmal davon gehört und viele haben sie auch selbst erlebt. Doch was passiert eigentlich, wenn der Zahnschmelz angegriffen wird? Wie läuft eine Kariesbehandlung ab? Muss wirklich immer gebohrt werden? Und vor allem: Wie können wir unsere Zähne vor dieser unangenehmen Überraschung schützen?

Was ist Karies?

Karies, auch Zahnfäule genannt, ist eine durch Bakterien verursachte Zerstörung der Zahnsubstanz. Diese Bakterien vermehren sich vor allem in Zahnbelag und ernähren sich von Zucker aus der Nahrung. Sie produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und ihn mit der Zeit zerstören. Wenn die Karies nicht rechtzeitig behandelt wird, breitet sie sich weiter aus und kann sogar den Zahnnerv erreichen, was zu starken Schmerzen führen kann.

Ursachen von Karies

Die Hauptursache von Karies ist eine unzureichende Mundhygiene. Essensreste, vor allem Zuckerhaltige Lebensmittel, bieten den Bakterien ideale Bedingungen zum Wachstum. Auch das Nichtputzen der Zähne oder unregelmäßiges Zähneputzen begünstigt die Entstehung von Plaque, die den Bakterien einen Nährboden bietet. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Häufiger Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Snacks
  • Trockener Mund (z.B. durch bestimmte Medikamente)
  • Genetische Veranlagung
  • Mangelnde Fluoridversorgung

Wann wird eine Kariesbehandlung notwendig?

Eine Kariesbehandlung wird notwendig, sobald die Karies so weit fortgeschritten ist, dass sie den Zahnschmelz durchdrungen hat und das darunterliegende Zahnbein (Dentin) erreicht. In den Anfangsstadien der Karies, wenn nur der Zahnschmelz betroffen ist, kann die Karies oft noch gestoppt werden, ohne dass eine invasive Behandlung erforderlich ist. Hier reicht häufig eine remineralisierende Behandlung mit Fluorid, um den Zahn zu stärken und die Schädigung zu stoppen.

Sobald jedoch das Zahnbein angegriffen wird, ist eine Behandlung unvermeidlich, da sich die Karies weiter ausbreitet und zu einer ernsthaften Zahnschädigung führen kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zahnstruktur bereits so geschwächt, dass eine Füllung erforderlich wird, um die entstandenen Löcher zu schließen und den Zahn wieder funktionstüchtig zu machen.

Besonders dringlich wird eine Behandlung, wenn die Karies bis zum Zahnnerv (Pulpa) vorgedrungen ist. In diesem Fall kann es zu starken Zahnschmerzen kommen, da die Bakterien die empfindlichen Nervenstrukturen im Zahn angreifen. Ohne Behandlung könnte der Zahn sogar absterben, was einen aufwendigeren Eingriff wie eine Wurzelbehandlung erforderlich macht.

Ablauf einer Kariesbehandlung

Der Ablauf einer Kariesbehandlung hängt vom Ausmaß der Karies und dem betroffenen Zahn ab, folgt jedoch in der Regel ähnlichen Schritten:

  1. Untersuchung und Diagnose: Zunächst untersucht der Zahnarzt den betroffenen Zahn, oft mithilfe von Röntgenbildern, um das genaue Ausmaß der Karies festzustellen. In frühen Stadien kann eine Fluoridbehandlung ausreichen, während bei fortgeschrittener Karies eine Füllung notwendig wird.
  2. Betäubung: Um Schmerzen zu vermeiden, wird der Zahn in der Regel örtlich betäubt. Dies sorgt dafür, dass der Eingriff für den Patienten schmerzfrei bleibt.
  3. Entfernung der Karies: Der Zahnarzt entfernt die kariösen Stellen mit speziellen Instrumenten wie einem Bohrer oder Laser. Dabei wird nur das zerstörte Zahnmaterial entfernt, der gesunde Zahnschmelz bleibt erhalten.
  4. Reinigung und Desinfektion: Nach der Entfernung der Karies wird der betroffene Zahn gründlich gereinigt, um Bakterien zu beseitigen und eine Infektion zu verhindern.
  5. Füllung des Zahns: Der Zahn wird nun mit einem Füllmaterial versorgt. Je nach Zahnposition und ästhetischen Anforderungen kann Komposit (Kunststoff), Amalgam oder Keramik verwendet werden. Der Zahnarzt formt die Füllung so, dass sie der natürlichen Zahnform entspricht.
  6. Nachbehandlung und Kontrolle: Nach dem Einsetzen der Füllung erfolgt oft eine Nachbehandlung, wie eine Versiegelung, besonders bei schwer zugänglichen Zähnen. Eine regelmäßige Kontrolle nach der Behandlung stellt sicher, dass der Zahn gut heilt und die Füllung korrekt sitzt.

Kariesbehandlung mit oder ohne Bohren?

Ob eine Kariesbehandlung mit oder ohne Bohren durchgeführt wird, ist abhängig vom Stadium der Karies ab. In den frühen Stadien, wenn die Karies nur den Zahnschmelz betrifft, kann eine Behandlung oft ohne Bohren erfolgen. Hier wird häufig eine remineralisierende Behandlung mit Fluorid angewendet, die den Zahnschmelz stärkt und die Karies stoppt, ohne den Zahn anzugreifen.

Wenn die Karies jedoch das Zahnbein (Dentin) erreicht hat, ist das Entfernen des geschädigten Gewebes notwendig. In diesem Fall muss der Zahnarzt bohren, um die kariösen Stellen zu entfernen und Platz für eine Füllung zu schaffen. Hierbei kommen moderne Technologien zum Einsatz, die das Bohren so schonend wie möglich gestalten. Viele Patienten empfinden das Bohren als wenig unangenehm, vor allem, weil die Behandlung unter örtlicher Betäubung erfolgt.

Das Bohren bleibt also nur dann erforderlich, wenn die Karies fortgeschritten ist. In den meisten Fällen sorgt eine frühzeitige Diagnose und Behandlung dafür, dass das Bohren vermieden oder auf ein Minimum reduziert wird.

Ist die Kariesbehandlung schmerzhaft?

Dank moderner Betäubungsmethoden ist die Kariesbehandlung in der Regel nicht schmerzhaft. Die meisten Patienten berichten nur von einem leichten Druckgefühl während des Bohrens, das jedoch nicht schmerzhaft ist. In seltenen Fällen kann es nach der Behandlung zu vorübergehenden Beschwerden kommen, die jedoch schnell abklingen.

Pflegetipps nach der Behandlung

Nach einer Kariesbehandlung ist es wichtig, die Zähne weiterhin gründlich zu pflegen, um neuen Kariesbefall zu vermeiden. Dazu gibt es die folgenden Tipps:

  • Es wird empfohlen, die Zähne mindestens zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu putzen, um den Zahnschmelz zu stärken.
  • Für die ersten 24 Stunden nach der Behandlung sollten harte Nahrungsmittel und kohlensäurehaltige Getränke vermieden werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen.
  • Regelmäßige Zahnkontrollen sind wichtig, um den Zustand der Zähne zu überwachen und mögliche neue Probleme frühzeitig zu erkennen.

Karies vorbeugen

Die beste Behandlung ist natürlich die Vorbeugung. Es gibt verschiedene Maßnahmen, um Karies vorzubeugen:

  • Gründliche Mundhygiene: Die Zähne sollten regelmäßig, besonders nach den Mahlzeiten, geputzt werden. Zahnseide oder Interdentalbürsten helfen, auch die Zwischenräume gründlich zu reinigen.
  • Zuckerreduzierte Ernährung: Der Konsum von Zucker, vor allem süßen Getränken und Snacks, sollte reduziert werden. Es empfiehlt sich, nach den Mahlzeiten Wasser zu trinken, um den Zahnschmelz zu schützen.
  • Fluorid: Die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta und Mundspülungen unterstützt die Remineralisierung der Zähne und schützt vor Karies.

Regelmäßige Zahnarztbesuche: Eine regelmäßige Zahnuntersuchung mindestens zweimal jährlich hilft dabei, Karies frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Julia Pieper – Ihr Zahnarzt Ochtrup

Sie haben Fragen zum Thema Kariesbehandlung oder zur Zahngesundheit generell?
Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei ihrer Zahnärztin an der Marienkirche.
Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen zum Thema
Zahngesundheit und zur ästhetischen Zahnheilkunde in Ochtrup und Umgebung.